Frauen erhalten bei vergleichbaren Tätigkeiten und gleichwertigen Qualifikationen sechs Prozent weniger Gehalt als Männer. Dies geht aus einer Analyse des Statistischen Bundesamtes zu den Verdienstunterschieden von Frauen und Männern in Deutschland für das Jahr 2018 hervor, auf welche die Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt am „Equal Pay Day“ verweist.

Der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland, der sog. „Pay Gap“, beträgt insgesamt 21 Prozent. Drei Viertel dieser Lücke ergeben sich daraus, dass Frauen häufiger in schlechter bezahlten Branchen und Berufen tätig sind, sowie seltener Führungspositionen innehaben. Außerdem arbeiten sie häufiger als Männer in Teilzeit und kümmern sich verstärkt um die Betreuung der Kinder. Der Equal Pay Day am 18. März 2019 macht darauf aufmerksam, dass Frauen die ersten 77 Tage des Jahres (= 21 Prozent) umsonst arbeiten müssen.

„Ein solcher Verdienstunterschied kann unter anderem zu Problemen bei der Alters- und Existenzsicherung der Frauen führen bzw. zu einer Abhängigkeit vom Einkommen der Männer.
Besonders problematisch ist, dass auch bei gleichen Tätigkeiten Frauen schlechter bezahlt werden. Diese Situation muss sich dringend ändern“, fordert die Landtagsabgeordnete.

Der Verdienstunterschied in Deutschland hat sich in den letzten Jahren kaum verändert und liegt rund vier Prozent über dem EU-Durchschnitt.

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